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25.09.2011, 18:37

Holland 2011

30.07.2011

Der Regen trommelt aufs Dachfenster. Es ist halb 7 – aufstehen ist keine gute Idee. Also bleiben wir liegen. Schließlich ist Urlaub. Nach einem gemütlichen Frühstück räumen wir die letzten Sachen in den Wohnwagen und starten gegen 10.40 Uhr, also 40 Minuten später als geplant, Richtung Holland. Es sind 14 Grad, der Himmel ist grau.
Jan und Malte singen laut „Jetzt geht’s los...“. In Alleringersleben prüfen wir die Luft am Wohni (kostenlos ;-) ) und fahren dann auf die Warschauer Allee.
Es sind jede Menge Urlauber unterwegs, teils voll beladen. Unser Kofferraum ist fast leer, dafür ist der Wohni umso voller... die Aussicht auf drei Wochen Urlaub für 4 Leute bei unklarem Wetter haben die Schränke gut gefüllt.
Nach Bad Oeynhausen legen wir eine kurze Pause ein und hüpfen und hampeln ein paar Mal die Straße entlang. Dann geht es weiter.
Lauras Stern ist wieder wohl behalten am Himmel gelandet und wir passieren trocken und mit schlafendem Mini-Camper Malte die holländische Grenze. Das Navi zeigt noch 30 Minuten Restzeit

Gegen 15 Uhr rückt eine Mühle ins Blickfeld und freundlich werden wir auf einen Anmeldeparkplatz vom Campingplatz de Molenhof gewunken. Die Anmeldung dauert 5 Minuten, dann passieren mit entsprechender Karte und dicker Info-Mappe ausgerüstet die Schranke und fahren nach Plan zu unserem Platz (Platz 40 auf Feld O).

Unser Rondell ist schon gut belegt (bislang stehen hier ausschließlich Holländer). Wir bauen auf dem vorletzten freien Platz auf. Die Jungs haben sich sofort nach Ankunft auf den mittig im Rondell liegenden Spielplatz abgesetzt. So soll es sein....

Der Kaffee schmeckt. Wir haben unserer Bequemlichkeit nachgegeben und die Dolce Gusto mit Kapseln von zu Hause mitgeschleppt. Ja, wir sind verwöhnt, aber wir stehen dazu.

Ein Rundgang über den Platz untermauert das Gefühl, eine richtig gute Entscheidung getroffen zu haben (eine Platzbeschreibung findet sich hier).

Die Holländer scheinen die kühlen Temperaturen ganz anders zu empfinden. Das Freibad ist gut besucht, als wir mit Fleece-Jacke eine Runde über den Platz drehen.
Die Jungs sind von den vielen Spielflächen total begeistert, wir kommen nur langsam voran, alles muss ausprobiert werden. Hier noch einmal Kind sein – ein Traum.

Zum Abend kühlt es weiter ab. Wir haben unseren Safari-Room gestellt und flüchten nach innen.
Gut, dass die Wetteraussichten besser sind, als dass, was bislang unter Sommerwetter so angeboten wurde...




31.07.2011

Gegen 4 ruft ein Hahn.....dann ist wieder Stille, fast unwirklich bei so einem großen Platz.
Wir dürfen bis um 8 schlafen, dann ist der Mini-Camper nicht mehr im Bett zu halten.

Nach dem Frühstück haben wir mit einem Blick auf den Himmel und dem Vertrauen darauf, dass es der Wettergott gut mit uns meint, entschieden, dass wir nach Emmen in Hollands angeblich schönsten Tierpark fahren. Immerhin sind schon 19 Grad.
Die Abfahrt gestaltet sich schwierig. Heute ist auf dem Campingplatz Markt und eine wichtige Ausfahrtsstrasse gesperrt. Etwas ziellos suchen wir eine Ausfahrt – keine Chance. Ein Belgier mit nicht sehr kleinem Wohnmobil kämpft ebenso. Hilfreiche Holländer erklären mit Händen und Füssen den einzigen Weg. Irgendwann nach einigen Biegungen vom Modell „stecken bleiben “ haben wir es geschafft und verlassen den Platz. Gut, dass wir heute nicht abreisen müssen, mit Wohni wäre das unmöglich gewesen...

Auf dem Weg nach Emmen werde wir von Susi geradewegs nordwärts geschickt, wir passieren also kurz die deutsche Grenze und reisen wenig später wieder in Holland ein. Gut, dass hier keine Grenzkontrollen anfallen...
Die Ortschaften unterwegs sind typisch holländisch. Schmucke Häuschen und sehr gepflegte Vorgärten wechseln mit großen Weideflächen und bunten Kühen.

In Emmen empfängt uns die Sonne bei 21 Grad – was für ein ungewohntes Gefühl. Wir trauen dem Frieden nicht und nehmen trotzdem die Wetterjacken mit in den Tierpark.



Am Eingang folgt die Erklärung, dass der Tierpark zweigeteilt ist und wir hier den kleinen Teil auswärts vor der Nase haben. Den Hauptteil erreicht man in 10 Minuten über eine Fußgängerbrücke. Für beide Teile sind die Eintrittskarten einen Tag lang gültig. Wir löhnen für 2 Erwachsene und 2 Kinder 73 Euro und starten.

Der Tierpark ist insgesamt sehr liebevoll angelegt. Neben den Tieren finden sich fast überall Info-Tafeln mit zusätzlichen Informationen und Probier-Ecken zum Experimentieren.
Highlight ist ein riesiger Indoor-Spielbereich im Yucatan mit Tempel, Baumhäusern, Dörfern und einem riesigen Schiffswrack. Hier kann nach Herzenslust gerutscht, geklettert und entdeckt werden. Eigentlich ist allein dieser Bereich einen Ausflug wert. Für einen Zoobummel fast schon zu viel Nebenaktivität. Ich kann die Jungs nur schwer dazu bewegen, den anderen Zooteil anzusteuern...

Wir laufen von Pinguin-Figuren und Fußspuren motiviert über die große Fußgängerbrücke und erreichen schnell den Hauptzoo.
Das Gelände ist riesig, sehr naturnah und detailgetreu angelegt und absolut sehenswert. Pausen sind fast überall möglich, Spielplätze in schönster Ausführung finden sich an jeder Ecke. Verhungern und verdursten kann man nicht und Eiswagen laden bei sommerlichen Temperaturen auf ein kleines Eis ein.















Etwas fußlahm bahnen wir uns nach Ende des Rundgangs einen Weg durch die überfüllte Stadt. Hier findet heute ein Flohmarkt statt. Für uns heute zu viel. Gegen 17 Uhr klettern wir wieder in unser Auto. Den Indoorbereich haben wir nun wegen allgemeiner Erschöpfung der Mini-Camper doch gestrichen.

Abends nimmt Malte das Wichtelland (Kinderbadeland) in Augenschein. Er möchte von einem Huhn mit blauer Gießkanne begossen werden ;-) Auch gut. Ich habe selten so ein schönes Badeland gesehen, Malte ist begeistert.

Es ist 20.30 Uhr – der Platz kommt langsam zur Ruhe und das Thermometer zeigt noch 20 Grad. Der Himmel zeigt ungewohnte blaue Flecken und lässt uns einen Blick auf die Hollandkarte werfen. Wenn alles so bleibt, wollen wir morgen die Fahrräder nutzen und uns ordentlich bewegen.
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Malte-Mama« (09.10.2011, 21:19)


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25.09.2011, 18:55

01.08.2011

8.30 Uhr – Weckruf des Mini-Campers, damit kann ich sehr gut umgehen.

Nach dem Frühstück hängt Sven die Räder an und wir starten mit guter Laune wegen des schönen Wetters und einem vollen Proviant-Rucksack wegen des zu erwartenden Hungers Richtung Nationalpark De Hoge Veluwe, südlich von Apeldoorn gelegen.

Wir wollen einen Teil des 5500 ha großen ehemaligen königlichen Jagdgebietes erradeln. Wir parken unser Auto schattig am Eingang zum Park in Hoenderloo, kaufen Zugangskarten für den Park (für 2 Erwachsene, 1 Kind, Malte ist unter 6 und damit frei und eine Fahrradkarte zahlen wir 22,50 €) und starten. Die Fahrradkarte zeigt den gesamten Park, bestehend aus Dünen-, Moor- und Heidelandschaft und alle möglichen Wanderwege und Radrouten. Wir entscheiden uns für eine große Rundfahrt.



Der Park ist gut besucht, wegen der großen Fläche verteilen sich die Besucher allerdings schnell und man hat nicht das Gefühl, an einem geführten Radwandertag teilzunehmen ;-)
Einige Besucher greifen auf das Angebot des Parks zurück und nutzen unentgeltlich einen der 1400 weißen Drahtesel vor Ort.

Wir fahren durch herrliche Heidelandschaften und genießen die Sonne bei 25 Grad. Ja, so haben wir uns das vorgestellt.









Wir finden einige schöne Fleckchen am Wegesrand





und lassen uns den Inhalt unseres Rucksackes schmecken und die Seele baumeln.


Etwa mittig im Park kommen wir unter anderem am Kröller-Müller Museum vorbei. Auf eine Führung verzichten wir und lassen uns lieber ein paar wenige Kilometer weiter am großen Restaurant mit Freisitz und herrlich großem Spielplatz nieder. Die Jungs sind sofort verschwunden, wie genießen einen Kaffee in der Sonne und lassen die müden Beine ruhen. Wir sind wohl nicht mehr so gut im Training....



Nach insgesamt 22 Kilometern erreichen wir unser Auto.
Auf dem Heimweg füllen wir den Tank von unserem Dicken für unglaubliche 1,32 (Diesel) und suchen noch nach einer Auffüllstation für unseren Kühlschrank. In Weerselo, dem Nebenort zum Campingplatz werden wir fündig. Den Plus-Markt werden wir wohl noch öfter beehren.

Das Thermometer zeigt auf dem Campingplatz unglaubliche 29 Grad – kurze Hosen Wetter. Die Jungs laufen barfuß und genießen die Sonne und die Campingplatz eigenen Spielplätze.

Das Huhn mit der grünen Gießkanne hat heute Abend bei Malte gut zu tun ;-)



2.8.2011

Wir sitzen ohne Socken und in kurzen Hosen am Frühstückstisch. Draußen sind schon um 9 Uhr sonnige 26 Grad.
Heute wollen wir ein wenig faulenzen. Bei der Sichtung des Schwimmbades fällt auf, dass es noch sehr wenig besucht ist. Gestern am Abend war kaum noch Wasser zu erkennen....nur bunte Hosen und Schwimmtiere.
Wir werfen den Tagesplan um, packen in 5 Minuten unsere Badesachen und die kostenlosen Dauer-Tickets vom Platz zusammen und starten zum Schwimmbad.
Das Wasser ist herrlich. Malte und Jan sind von der Rutsche ins tiefe Becken und natürlich von der großen Röhrenrutsche restlos begeistert. Nach und nach füllt sich das Bad, von Schwimmen kann keine Rede mehr sein. Wir treten mit einem zitternden Mini-Camper-Kind, dass mit klappernden Zähnen so etwas wie ...mir ist nicht kalt....bibbert, den Weg zum Wohni an. Merke: beste Badezeit ist die Frühstückszeit der Holländer ;-)

Bei inzwischen fast 30 Grad wird auch dem Lütten schnell wieder warm. Er sitzt einträglich mit den Holländern im Sand und backt Kuchen.
Jan versucht sich gegen seinen Vater im Schach.

Am frühen Nachmittag verlassen wir den Campingplatz Richtung Obelink-Stadt. Trotz fehlenden Straßennamens finden wir den Markt recht gut. Dem Orientierungssinn und der Erinnerung des Fahrers sei Dank!
Wir können einige Dinge von unserer Anschaffungsliste streichen und auch einige andere nützliche Dinge erwerben. Zur Freunde meines Mannes gehört auch ein sogenannter Maxi-Neidlappen mit zu den Neuerwerbungen. So sind wir denn nun auch bei fehlendem Vorderteil des Safari-Rooms durch diesen Kauf vor Regen und Sonne geschützt.

Ein Eis belohnt die Ausdauer der Mini-Camper und schmeckt auch uns.

Auch jetzt, gegen 20.45 Uhr zeigt das Thermometer noch 25 Grad – wir sind wohl doch im Sommer gelandet.


3.8.2011


Wir werden von leisem Klopfen wach. Nein, es ist niemand an der Tür, Regen klopft auf das Wohnwagendach. Egal, es klingt nicht bedrohlich. Bei diesem schönen gleichmäßigen Geräusch kann man prima weiter schlafen.

Beim Frühstück ist der Regenschauer vorüber, die Luft ist schwül, das Thermometer zeigt 25 Grad. Kurze Zeit später ziehen wieder dunkle Wolken auf.

Gestern sind wir an einem großen Einkaufscenter vorbei gekommen, wir beschließen dort einfach vorbei zu schauen. Das Center ist schnell wieder gefunden. Hier stehen ein großer Ikea, ein Intersport Megastore und ein großer Laden der Marke Prenatal.

Im Intersport kann man zur Sale-Zeit gute Schnäppchen machen ;-)

Wir haben Lust auf einen kleinen Stadtbummel bekommen und fahren nach Hengelo weiter. Ein Parkhaus im Zentrum ist schnell gefunden. Heute ist Markttag, die Stadt ist in der Fußgängerzone gut gefüllt.
Vom Stadtbild sind wir etwas enttäuscht, zum Bummeln ist die Stadt weniger geeignet. Die Einkaufszone endet recht abrupt und es gibt fußläufig nicht sehr viel anzusehen.

Die beiden Mini-Camper haben recht schnell die Nase voll vom Schieben in den vollen Geschäften.

Wir wollen noch ein bisschen Kultur anhängen und fahren nach Bad Bentheim weiter. Die Burg liegt direkt im Zentrum. In der Nähe kann man kostenlos bis zu 2 Stunden parken. Klingt gut. Die Mini-Camper schnarchen noch und wir genießen noch 5 Minuten Ruhe im Auto. Plötzlich öffnen sich die Schleusen und es beginnt, in Strömen zu regnen. Wir haben Zeit.....
Nach einer halben Stunde Starkregen und wenig Aussicht auf Änderung der Wetterlage fahren wir weiter. Schade eigentlich...
Die Kekse an Bord können die Stimmung auch nicht wirklich aufhellen.

Der Campingplatz scheint auch einiges an Wasser abbekommen zu haben, auf den Spielflächen stehen Pfützen. Unser Vorzelt-Ersatz ist trocken geblieben, alles in Ordnung.

Beim Abendessen geht erneut ein kräftiger Regenguss nieder. Wir scheinen auch etwas Glück mit der Lage zu haben, einige Holländer wischen die Vorzelte aus.

So neigt sich ein etwas konfuser Regentag dem Ende entgegen. Die Temperatur liegt nun bei 21 Grad, der Himmel ist noch grau, die Luft ist feuchtwarm, ein bisschen wie im Gewächshaus.

Mal schauen, was der Himmel morgen für Überraschungen parat hält.
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

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25.09.2011, 19:07

4.8.2011

Die Sonne lacht, es sind 20 Grad bei fast 80 % Luftfeuchtigkeit.

Die an der Anmeldung ausgehängten Wetteraussichten sind nicht so rosig, also legen wir einen Zahn zu, packen unsere Sachen zusammen und fahren zum zweiten Mal nach Bad Bentheim.
Wir kennen uns ja schon aus, finden schnell den günstigen Parkplatz von gestern wieder und schlendern zum Eingang der Burg.





Für uns zwei Erwachsene und Jan zahlen wir insgesamt 10 Euro Eintritt, Malte ist unter 6 und damit gratis.

Die Burganlage ist sehenswert. Wir können herrliche Aussichten von der Burgmauer genießen und klettern zu viert auch die ausgewaschenen und teilweise abenteuerlichen Stufen zum Turm hinauf und zum Kerker hinunter.
Die Rüstungen sind für Malte der Hingucker, Jan ist von den Kerkerzellen angetan. Insgesamt ein zu empfehlendes Ausflugsziel.















In der Nähe haben wir schon gestern einen etwas größeren Spielplatz mit Kletter-Burg ausmachen können.Wir nehmen unser Auto aus der Zeitparkzone und steuern den Spielplatz an. Quasi unmittelbar angrenzend findet sich auch ein Wohnmobilstellplatz. Auf eine Besichtigung haben wir wegen der hochsommerlichen Temperaturen verzichtet.
Der Spielplatz wird von den Jungs gut angenommen.

Auf dem Campingplatz ist es heute kaum auszuhalten, die Sonne brennt unbarmherzig bei 30 Grad. Das Schwimmbad ist brechend voll. Da hilft nur eins. Die Jungs bekommen beide eine Badehose an und einen Wasserwerfer in die Hand ;-)

Erst gegen 21 Uhr kühlt es langsam auf unter 25 Grad ab.

Wir drehen noch eine Runde über den Campingplatz. Offenbar sind wir die einzigen deutschen Urlauber auf dem Platz – schon ein bisschen eigenartig.

Morgen ist unser letzter Tag auf dem Platz, dann packen wir schon wieder zusammen. Gut, dass noch so viele Tage vor uns liegen....



5.8.2011


Gestern Abend begann wieder der bekannte Landregen....irgendwann gegen Morgen hörte es auf. Jetzt sind 20 Grad, das Wetter kann sich noch nicht so recht entscheiden. Die Wiese ist feucht, unser Vorzelt-Ersatz auch: Wir können uns nicht so recht für ein Tagesprogramm entscheiden und dümpeln so in den Tag hinein.

Nach der 4. Partie Hamstern kommt Langeweile auf. Die Sonne hat sich wieder verkrochen, Wolken hängen am Himmel. Wie war das? 70 % Regenwahrscheinlichkeit?

Wir planen Besuche bei zwei Campinghändlern und wollen anschließend in einen Indoorspielplatz.

Zuerst statten wir dem Händler in Tubbergen einen Besuch ab. Der Shop ist eher klein, nichts, was wir brauchen könnten. Es werden auch zahlreiche gebrauchte Wohnwagen in einem sehr ordentlichen Zustand angeboten.
Die Jungs haben ihre Bauwerke in der Lego-Ecke fertig gestellt,wir fahren weiter.
Nächster Halt: ein großer Campinghändler in Hardenberg. Hier empfängt uns ein riesiger Shop. Es gibt so ziemlich alles. Wurmis suchen wir vergeblich, die haben wir auch bei keinem der campenden Holländer entdecken können – vielleicht sind die hier nicht im Handel erhältlich.
Wir erstehen einen Packsack für unseren Vorzeltteppich und gehen wieder.

In Hardenberg suchen wir eine Möglichkeit für ein kleines Mittagessen – gar nicht so einfach. Schließlich geben wir auf und kaufen im gut sortierten Supermarkt de Boer gut ein.

Auf dem Rückweg steuern wir Borne an, hier soll sich ein großer Indoorspielpatz befinden. Wir haben leider die im Vorfeld ermittelte Adresse im Wohnwagen liegen lassen. Nach einigen Versuchen ins Blaue hinein halten wir an einer Tankstelle und fragen nach dem Weg.Uns wird schnell und freundlich weiter geholfen. Einige Minuten später halten wir auf dem Parkplatz des Spielplatzes.
Wir zahlen je Kind 4,95 Euro, je Erwachsenen 1,95 Euro Eintritt und betreten das Indoor-Piratenland. Jan verschwindet im Spielbereich für größere Kids, Malte macht sofort den Spielbereich der Lütten unsicher. Nach ein paar Minuten ist er nicht mehr ausgelastet und wir ziehen zum größeren Spielbereich um.
Der Indoorspielplatz ist super schön angelegt, die Eltern finden Entspannung auf den angrenzenden Sitzflächen. Bei einem lecker Käffchen halten wir hier gut 2 Stunden aus, dann sind die Mini-Camper platt.

Auf dem Campingplatz empfängt uns der Sommer.
Sven baut kurz entschlossen die trockenen Seitenteile und die Vorderwand ab. Nun können wir uns morgen früh alle Zeit der Welt lassen – abreisen muss man hier bis 12, das sollte zu schaffen sein.

Die Mini-Camper genießen das schöne Wetter und spielen.
Malte sagt dem Badehuhn am Abend auf Wiedersehen. Mal sehen, wo wir morgen duschen werden...
Malte-Mama
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25.09.2011, 19:48

6.8.2011


Wir frühstücken ganz in Ruhe, dann beginnt das große Packen.
Gegen 11 wird der Mover aktiv. Unsere Abfahrt mutiert unfreiwillig zur Vorstellung. Die meisten Holländer fahren einen weit kleineren Wohnwagen, einen Mover sieht man hier quasi gar nicht.

An der Rezeption lösen wir noch unsere beiden Verassing-Bons ein und bekommen zwei Molli-Mühlenfiguren. Die Mini-Camper sind happy.
Wir stocken noch unsere Brötchen-Vorräte auf und starten.
Über Hardenberg fahren wir auf gut ausgebauten Straßen Richtung Zwolle und dann dort auf der Autobahn Richtung Norden weiter. Es sind unzählige Wohnwagen unterwegs.

Gegen 13.30 Uhr erreichen wir Eernewoude und It Wiid. Wir halten schon einige Meter vor der Schranke und melden uns an. Die Schrankenkarte ist uns lt. Auskunft der netten Mitarbeiterin in der letzten Woche per Post zugegangen. Tja, da waren wir schon auf de Molenhof. Ohne viel Aufriss werden uns neue Karten für Schranke und Schwimmbad ausgestellt, dann bekommen wir ein Info-Paket und einen Platzplan. Wir stehen Feld Q, Platz 31. Die Dame erklärt, dass wir den Platz wohl nicht allein erreichen können, in der letzten Zeit sei sehr viel Regen gefallen. Wir sollen bis zu einer Wegkreuzung vor unserem Feld fahren und dann einen Mitarbeiter um Hilfe bitten. Wir fahren an der benannten Kreuzung und dem dort abgestellten Traktor vorbei. Erst mal gucken...
Vor unserem Feld steigen wir aus uns besichtigen die Stellplätze. Der Boden ist sehr weich, teilweise wurde Sand aufgetragen, wir können uns vorstellen, was hier los gewesen sein muss.

Unser Platz ist auch aufgefüllt worden, eine Durchfahrt des Sandbodens fällt aus. Sven hängt ab und will den Platz über den verbliebenen Grasstreifen anmovern. Nachdem das Laufrad des Wagens gefährlich einsinkt, siegt die Vernunft und ich gehe mit Malte den Traktor zu Hilfe rufen.

Der Fahrer des Traktors sagt uns schnelle Hilfe zu und düst los.

Als ich mit Malte an unserer Stellfläche ankomme, ist er bemüht, einen Holländer zu platzieren. Der Camper hat allerdings keine Keile dabei und kann in der Schieflage nicht stehen bleiben. Nach kurzem Telefonat mit der Rezeption kann er auf einen anderen Platz ausweichen.

Nun sind wir an der Reihe. Der Wohnwagen sinkt erschreckend ein, läuft aber brav dem Traktor nach. Ich habe kurz Angst um den Mover, aber alles passt, wenn auch knapp.
Ok, wir glätten die Fahrspuren des Traktors und bauen auf.

Die in gleicher Reihe stehenden Holländer berichten von ergiebigen Regenfällen am Mittwoch und Donnerstag. Sven will nur die Markise stellen, höchstens ein Seitenteil einhängen. Ich kann ihn trotz strahlenden Sonnenscheins überreden, den gesamten Safari-Room zu stellen und unter dem Vorzelt-Teppich unsere Folie mit aufblasbarem Rand (Isabella Base Ground) auszulegen. Ein schützenswerter Boden ist hier ohnehin nicht mehr vorhanden und ich habe Sorge, dass wir den nassen Boden durch den Vorzeltboden durchtreten.

Wir sind gerade mit dem Aufbau und einem verspäteten Mittagessen fertig und wollen eine Platzrunde drehen, da zucken Blitze am Himmel. Nur mühsam kann ich Malte davon abhalten, noch loszustürmen. Die schwarzen Wolken kommen schnell näher und wir können gerade noch die Dachfenster verriegeln, da öffnet der Himmel seine Schleusen.
In Minuten läuft das Wasser an den tiefer liegenden Stellen zusammen und bildet große Pfützen, der Boden ist einfach zu nass, kann kein Wasser mehr aufnehmen.
Blitze zucken, der Regen trommelt auf das Wohnwagendach. Malte ist sich noch nicht sicher, wie er das Ganze finden soll. Ich zaubere eine kleine noch unbekannte Mini-Lego-Box hervor und spiele Ablenkung. Der Mini-Traktor ist fertig, es schüttet immer noch.
Die aufgeschütteten Sandflächen sehen aus wie geflutete Sandkästen, rund um den Wohnwagen steigt das Wasser. Erinnerungen an einen Hollandurlaub vor 3 Jahren werden wach. Ja, wir wissen noch wie das ist, wenn das Wasser ins Vorzelt läuft.
Unsere Plane mit Mini-Damm steht und hält. Argwöhnisch läuft Sven an den Kanten Streife, ich baue Lego.





Irgendwann bewegt sich der Teppich beim Gehen, ok, wir sind also unterspült, die Folie hält – ein tolles Gefühl. Hat ein bisschen was von Wasserbett....
Nach gefühlten Ewigkeiten scheint die Wolke leer zu sein. In der Mitte unserer Stellfläche hat sich ein See gebildet, Schwäne kommen vom offenen Wasser zu uns herüber.
Eine lustige Holländerfamilie stapft zusammen quer durchs Wasser. Ungläubig werfen sie einen Blick in unser trockenes Vorzelt.
Jugendliche gegenüber eröffnen eine Partie Wasserball – alle nehmen es mit Humor.



Ein neuer Schauer vertreibt alle in die Zelte. Wir lassen uns das Abendbrot trotzdem schmecken.
Gegen 19 Uhr zieht dann endlich Ruhe ein, kein Trommeln mehr auf dem Dach – Stille.

Gut, wir sind trocken geblieben. Draußen beginnen die Aufräumarbeiten.
Hoffentlich haben wir in den nächsten Tage mit dem Wetter mehr Glück.

Gegen 22 Uhr holt Sven unseren Großen aus seinem Schlafzelt. Es ist mächtig Wind und – mal wieder – Starkregen aufgekommen und ich bin mir nicht sicher, ob das Zelt dem standhalten kann. Kein Risiko, schließlich haben wir ein gemachtes Stockbett im Wohni auf Abruf. So sind wir zumindest alle zusammen im Trockenen.


7.8.2011


Die ganze Nacht hören wir ein gleichmäßiges Regengeräusch. Gut, die Regenwanne hat gestern gehalten, das wird sie dann wohl hoffentlich auch jetzt. Im Schlafzeug im Vorzelt zu hocken sieht bestimmt lustig aus, bringt aber niemandem etwas. Mit der Hoffnung, dass alles gut werden wird, schlafen wir mehr schlecht als recht.
Am nächsten Morgen trifft uns der Schlag. Das Vorzelt ist noch trocken, zumindest innen, die Wanne hat gehalten. Ringsum stehen wir im Schlamm, die aufgeschütteten Sandteile haben sich mit der Erde und dem Wasser zu einer üblen Brühe verbunden. Bei Laufen im Vorzelt hat man das Gefühl, in einem Wasserbett zu stehen, das Vorzelt kann nur mit Gummistiefeln verlassen werden, die sogleich einige Zentimeter einsinken. Es riecht nach Abwasser und Schlimmerem, offenkundig laufen die Abflüsse über. Eigentlich kann man unser Stellfeld ganz platt als abgesoffen bezeichnen. Wir schauen uns ungläubig an und suchen nach einer Lösung. Entweder bleiben und dies für die gesamte kommende Woche als gegeben akzeptieren oder abreisen. Stellt sich die Frage, wie wir unseren ganzen Hausrat möglichst sauber einpacken können. So im Matsch und Schlamm geht er nirgendwo rein. Und weil es so schön ist, öffnet der Himmel die Schleusen und schickt Wasser.
Ok, in dem Regen kann man das Abbauen gänzlich streichen.
Die Mini-Camper sind beim Frühstück erstaunlich leise, Malte fragt ganz vorsichtig, ob wir hier im Matsch bleiben müssen....

Nach einigem Hin und Her und der einhelligen Meinung, dass dieser Zustand nicht der Urlaub ist, den wir uns vorstellen und der Abbau am Samstag genau so matschig ausfallen dürfte wie heute fangen wir an, abzubauen, immer mit bangem Blick zum Himmel – wird das Wetter halten?
Wir nehmen den Safari-Room stückweise ab und putzen ihn komplett innen und außen, der untere Bereich ist eine Katastrophe. Aufgrund der Tatsache, dass man nirgendwo auch nur ein Teil trocken ausbreiten kann, legen wir alles nacheinander auf dem Teppich ab und putzen. Wir sind satt. Aus der schwimmenden Kloake kann man die Wurmis stellenweise mit der Hand ziehen. Glücklicherweise klappt der Abbau auch wegen der geduldigen Kinder besser als erwartet. Ich bin Malte heute noch dankbar. Der Lütte saß ohne einen Mucks 5 Stunden im Wohni und puzzelte ein Puzzel nach dem nächsten.



Ehrlich? In einigen Momenten wäre ich am liebsten einfach losgefahren und hätte alles in den Müll schmeißen lassen....

Sven und ich sehen aus wie die Moorschweine. Unsere Birkis sind versunken, der Matsch war einfach überall. Nein, so reise ich nicht ab.
Nach einer Dusche empfängt mich ein neuer Regenschauer. Toll, nur weg hier. Der Wohni steckt im Matsch fest, also gehe ich mit Malte den Traktor holen. Er ist gerade dabei, einen neuen Urlauber auf den Platz zu ziehen...
Die Kids habe ich ins Auto verfrachtet, ich weiß noch nicht, ob und wie wir den Wohni hier heraus bekommen. Der Traktor zieht an, nichts passiert. Noch einmal, Sven hat den Mover im Blick. Der Traktor beginnt zu graben, den Platz kann man hinterher neu anlegen.
Mit 1 cm Spiel bis zum Mover und scharrenden Rädern zieht der Traktor unseren Wohnwagen vom Platz.
Wir rücken. Ich war noch nie so froh, einen Platz verlassen zu können.

Und nun?
Hauptsaison, nichts gebucht, unseren Platz in Delft haben wir erst in einer Woche. Egal, erstmal nach Süden.
Ich lotse Sven Richtung Süden und blättere nebenbei im Campingführer. Schön soll es sein, und trocken meint Malte. Eine Wiese reicht, meint Jan. „Aber trocken!“, verlangt Malte. Gut... mal sehen. Wir tanken auf Flevoland und gönnen uns ein Eis. Das haben wir uns verdient - mindestens.
Sven schlägt den Platz von vor 3 Jahren auf Flevoland vor. Nö, den kennen wir schon, wir wollen weiter nach Süden. Kurz hängt Italien in der Luft. Oje, wir sind wohl traumatisiert. Aus Vernunftsgründen wird der Vorschlag verworfen, Schließlich ist auch Delft schon bezahlt und Italien zu weit weg.

Im Campingführer finde ich einen Roompot-Park bei Tilburg, in Oosterhout. Ob wir mal anrufen? Nein, wir wollen erst den Platz sehen, notfalls reisen wir weiter. Gegen 19 Uhr kommen wir an und parken auf einem angrenzenden Parkplatz. Die Rezeption ist seit 17 Uhr geschlossen – lange Gesichter bei den Mini-Campern.
Ich entschlüssele etwas in holländisch von Notfall und Hilfe in der Bar, na, mal sehen.
Wir betreten den Platz und suchen die Bar. Malte ist vom riesigen Spielplatz begeistert und möchte unbedingt bleiben. In der Bar ist man sehr bemüht, wir sehen wohl ausreichend verzweifelt aus und haben Kinder-Bonus. Man schickt uns jemanden von der Security, der die Schranke öffnet und uns einlässt. Wir dürfen auf einer Wiese auf dem Platz stehen bleiben und sollen uns morgen in der Rezeption melden.

Wir fahren die beschriebene Wiese an und steigen aus. Malte stellt lautstark fest, dass der Boden gar nicht quietscht, Jan befühlt auf Knien den Boden. Muss ein lustiger Anblick sein, den wir abgeben ;-)
Eine Holländerin ruft uns ein „herzlich Willkommen“ von ihrem Wohni zur rechten zu, die Spanier gegenüber winken freundlich und bei den Holländern links nebenan hat Malte gleich jemanden zum Fußball spielen gefunden.

Müde lassen wir uns das Abendbrot schmecken und fallen ins Bett. Alles wird gut!
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

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25.09.2011, 20:05

8.8.2011

Gegen 8.30 Uhr wachen wir auf.
Wir starten alle zusammen zur Rezeption, wenn alles gut geht und wir bleiben dürfen, wollen wir anschließend lecker frühstücken.
Man sucht und berät und ich habe so gar kein gutes Gefühl. Dann geht alles glatt, wir dürfen bleiben, bis Samstag. zur Platzbeschreibung

Wir kaufen schnell ein paar Kleinigkeiten ein. Auf dem Rückweg begegnen wir dem Maskottchen des Platzes, einem Riesenhasen, Malte ist begeistert und kaum vom Hasen zu trennen.
Wir frühstücken. So langsam fällt die Last des letzten Tages von uns ab. Kleine Regenschauer schrecken uns nicht,der gewachsenen Boden nimmt alles auf, schnell scheint wieder die Sonne.
Wir dümpeln in den Tag hinein, die Jungs spielen, Sven baut ein Seitenteil auf, hängt den neuen Neidlappen ein und legt den Teppich aus.
Zum Kochen haben wir keine Lust, wir gehen Pizza essen. Heute ist Pizzatag, es gibt ordentlich Nachlass, die Pizzen schmecken lecker.
Am Nachmittag starten wir bei halbwegs stabilem Wetter einen Ausflug nach Breda. Die reichlich ausgeschilderten Parkhäuser in der Innenstadt bleiben uns aufgrund der geringen Durchfahrtshöhe von 1,90 m und angehängtem Fahrradträger leider verwehrt. Trotzdem finden wir schnell eine Parkfläche in Innenstadtnähe. Die Innenstadt ist größer als erwartet. Diverse Fußgängerzonen fließen zusammen und sind im Moment wegen des Schlussverkaufs und des plötzlich sonnigen Wetters gut besucht. Leider sind die Mini-Camper nicht so sehr von einem Einkaufsbummel zu überzeugen. Schade eigentlich, aber so ist das wohl mit Kindern....





Am Abend besuche ich mit Malte wie versprochen die Mini-Disco mit dem tanzenden Maskottchen des Platzes. Der Lütte ist begeistert und versteht erstaunlich viel holländisch.

Gegen 24 Uhr weckt uns ein Donnerschlag, ein Gewitter zieht heran. Langsam habe ich diese Geräusche mehr als satt. Es regnet die ganze Nacht.


9.8.2011

Es regnet, es regnet....das Außenthermometer zeigt 15 Grad. Zum Glück schlafen noch alle, einfach rumdrehen, wird nur ein schlechter Traum sein.
Um 9 regnet es immer noch.

Wir frühstücken bei tollen Pladdergeräuschen im Wohnwagen und packen dann kurz entschlossen unsere Badesachen zusammen. Der Platz hat ein tropisches Schwimmbad, das klingt doch gut.
Die Idee haben wohl viele der regenverdrossenen Camper, das Bad ist gut besucht. Macht nichts, uns gefällt es trotzdem. Die Röhrenrutsche ist für die Jungs der Hit.

Nach dem Mittagessen starten wir Richtung Zeeland. Schlechter kann das Wetter dort nicht sein und wir wollen uns die Stadt Zierikzee mal ansehen. Die Stadt hat einen historischen Ortskern und eine uralte Kirche.



Auf dem Weg dorthin überqueren wir einige Schleusen und Hubbrücken, für die Jungs ein interessanter Anblick.



Am Ortsrand finden wir schnell einen guten und kostenlosen Parkplatz – super.
Wir laufen los. Die Straßen sind schmal und grob verlegt, ein Fußweg fehlt. Die Häuser sind sehr individuell, alles sehr liebevoll gestaltet. Nach kurzer Zeit kommt eine grobe Kirche ins Blickfeld. Sie erinnert an Wikingerfilme und sieht in der massiven quadratischen Form ganz ohne Schiff sehr ungewöhnlich aus. Wir dürfen einen Blick hinein werfen – ein Blick ins Mittelalter... den Turmaufgang geben wir uns bei dem Sturm heute nicht.
Hinter der Kirche beginnt ein Markt mit typisch holländischen Waren, wir sind wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir lassen uns jeder eine Portion Poffertjes schmecken – lecker.
Hinter dem Markt beginnt das Zentrum. Ein paar nette Geschäfte säumen die Straßen. Die Stadt ist heute gut besucht, wir hören auch viel deutsch.








Malte tobt sich auf einer Hüpfburg aus, wir setzen uns entspannt in die Sonne. Hier in der Ortsmitte ist es angenehm windgeschützt.

An einem Fischhändler können wir nicht achtlos vorüber gehen, wir nehmen die erste Chance in unserem Urlaub wahr und gönnen uns frische Kibbelinge. Ja, Urlaub kann gut schmecken.

Den Rückweg wollen wir clever angehen und bei der Gelegenheit einen Blick auf den Oosterscheldedamm und die Flutbefestigungen werfen.



Der Anblick ist schon von weitem gigantisch.
Wir können einen ausgeschilderten Parkplatz anfahren. Das Aussteigen aus dem Auto gestaltet sich schwierig – Sturm drückt auf die Türen. Dann können wir einen Blick auf das Gesamtbauwerk werfen – Wahnsinn.

Auf der gegenüberliegenden Seite lockt verführerisch ein Sandstrand, den müssen wir uns noch ansehen. Es ist schon etwas spät, den Gute-Nacht-Kasper des Platzes (Maltes Freund, den Plüschhasen) werden wir heute nicht mehr sehen, egal.
Der Strand empfängt uns mit viel Wind und viel Flugsand. Der Strand ist fest, ohne Steine oder Muscheln und gemalte Figuren sind nach 2 Minuten wieder verschwunden. Ok, also schnell ein paar Bilder und dann ins schützende Auto.











Spät kommen wir am Platz an, es sind kühle 12 Grad, nicht sehr einladend.... die Spanier gegenüber kochen trotzdem wie gewohnt gegen 23 Uhr draußen ihr Abendessen, eigentlich unglaublich aber sehr sympathisch. Manchmal frage ich mich, ob es sich mit einem lockereren Tagesablauf nicht einfacher lebt....
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

KFZ-Kennzeichen: BK

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6

25.09.2011, 20:19

10.8.2011

Kein Regen in der Nacht, dafür Tiefstwerte bei 8 Grad – nicht sehr sommerlich.
Beim Frühstück wird der Himmel blau, die Sonne scheint. Sieht aus, als ob es eine Weile hält. Wir beschließen wegen der Nähe zu Belgien Antwerpen einen Besuch abzustatten.
Wir fahren bis in die Innenstadt und dann nach Ausschilderung zur historischen Altstadt. Die Parkhäuser zeigen 1,75 m oder 1,90 m, nichts für uns. Wir finden einen Parkplatz am Automaten quasi neben der Innenstadt. Sven füttert den Automaten mit reichlich Kleingeld.
Wir stehen goldrichtig, ein paar Querstraßen weiter beginnt die Fußgängerzone. Nach ein paar Hundert Metern stehen wir auf dem Markt.





Ein kleiner Hunger der Mini-Camper treibt uns in ein sehr ordentliches Mini-Restaurant. Wir essen typisch belgisch ;-) draußen in der Sonne.
Während des Essens kommt eine Kutsche vorbei – auch keine schlechte Idee.



Zu Fuß können wir mit Malte im Schlepp die ganze Stadt nicht erlaufen. Am Markt steht eine riesige Doppelstockkutsche, die Jan und mich sofort an den fahrenden Ritter aus Harry Potter erinnert. Ich werfe einen Blick auf die Fahrtzeiten und die Preise. Jede volle Stunde ist Start, die Fahrt dauert 40 Minuten und es kostet 6 Euro/Person. Die Uhr zeigt 2 vor 2, also einsteigen!! Ich erklimme über eine steile Treppe das Oberdeck, 3 Plätze sind noch frei. In den geschlossenen Unterbereich wollen wir nicht. Ich nehme Malte auf den Schoß und alles passt.

Die Fahrt führt in angenehmem Tempo und bei strahlendem Sonnenschein durch alte und neue Teile von Antwerpen. Wir schießen eine paar Bilder aus wackliger Hand. Schön isses.
Malte ist auch begeistert – wann ist man schon mal größer als eine Straßenbahn oder die vielen Autos ;-)









Nach einer dreiviertel Stunde kommen wir wieder am Markt an und klettern von der Kutsche.
Ein paar Ecken weiter stehen wir vor der riesigen Kathedrale. Wir wollen einen Blick hinein werfen, die lange Schlange am Kassenschalter und die horrenden Eintrittspreise für unseren geplanten „Blick“ lassen uns umkehren.
Sven muss die Parkuhr wieder füttern, ich warte mit den Jungs an einem Eiscafè und wir lassen uns lecker Eis schmecken. Schade, dass ich vom Mittagessen noch so satt bin, die frischen Waffeln mit Erdbeeren und Sahne sehen verdammt lecker aus.

Wir bummeln noch ein bisschen durch die Stadt und kaufen ein bisschen ein. An einer großen Kreuzung in der Fußgängerzone hat sich ein junger Pianist vor einem uralten Klavier auf einem sehr wackligen Hocker nieder gelassen und gibt ein paar Stücke zum Besten. Wir lauschen eine Weile und die Jungs bringen ein paar Taler hinüber.



Wir finden gut den Weg zum Auto zurück. Fuß lahm fällt Malte in seinen Sitz.
Die Rückfahrt durch die Stadt ist sehr abenteuerlich, wir biegen ein Mal zu früh ab und haben dann das Vergnügen, die Stadt auch in den Randgebieten kennen lernen zu dürfen.

Pünktlich zu Maltes Abendprogramm sind wir am Platz, der Lütte strahlt und darf seinem großen Hasenfreund zum Gute Nacht sagen sogar die Hand geben.

Es ist 21.15 Uhr, noch sind bedeckte 19 Grad.
Mit dem Wetter in Belgien hatten wir wohl wirklich viel Glück.
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

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7

25.09.2011, 20:44

11.8.2011

Wir schlafen (viel zu) lange. Meine Güte, eigentlich wollten wir viel eher aufstehen. Wir haben uns offenkundig an den Urlaubs-Rhythmus gewöhnt.
Der Himmel sieht ganz gut aus. Wegen der doch recht seltenen Sonne schwärmt Sven aus und macht ein paar Bilder für die Platzbeschreibung.
Heute wollen wir es etwas ruhiger und kindgerechter angehen lassen. In der Nähe (bei Dongen) gibt es einen großen Spielplatz im Freien mit einigen Tieren im Streichelzoo. Unterwegs halten wir an einer Automatentanke und füllen bei unglaublichen 1,26 Euro (Diesel) den Tank bis zum Rand. Schade, dass es diese Möglichkeiten des Tankens nicht in Deutschland gibt.

Der Spielplatz (je Kind 6 Euro, Erwachsene haben freien Eintritt) entpuppt sich als Außenspielplatz, Mini-Tierpark mit teilweise sehr streichelwilligen Tieren und einem großen Indoorbereich. Die Jungs sind sofort unterwegs. Malte hockt vor einem kleinen Hängebauchschwein und säuselt: „ Darf ich dich streicheln?“, dann ruft er zu uns herüber: „Es hat mit dem Ohr gewackelt, es will gestreichelt werden...“



Im Indoorbereich geht die Post ab. Schätzungsweise 120 Kinder oder mehr (vom Geräuschpegel her eher 400) machen den Kletterbereich unsicher. Nach einer halben Stunde haben wir uns an den Krach gewöhnt. Die Jungs sind glücklich und nur teilweise in dem Gewusel auszumachen.
Irgendwann, am Rande der totalen Erschöpfung der Mini-Camper, fahren wir wieder ab.

Unterwegs füllen wir unsere Vorräte etwas auf und brutzeln am späten Nachmittag ein leckeres Essen.

Kurz vor der großen Show des Gute-Nacht-Kaspers fängt es an zu regnen. Sorgenfalten ziehen bei Malte auf, kommt der Hase auch bei Regen? Wir gehen zum Treffpunkt. Die Mini-Disco wird vom Animations-Team kurzer Hand in den Innenbereich verlegt. Nach dem ersten Lied und allgemeinem Gespringe steht die Luft. Egal, Malte und die anderen Minis haben einen Riesenspaß. Zum Schluss fällt er dem Hasen um den Hals – alles bestens.

Es nieselt immer noch bei 17 Grad.
Morgen ist unser letzter Tag in Oosterhout, dann fahren wir weiter nach Delft.



12.8.2011


Der Himmel ist grau. Das sind wir ja schon gewöhnt. Wir hängen trotzdem die Räder an und starten zum Nationalpark de Biesbosch. Wir wollen entweder Boot fahren oder mit den Rädern die Gegend erkunden. Ziel ist das Zentrum des Nationalparks in Drimmelen. Nett erteilt man uns Auskunft. Mitten ins Naturschutzgebiet geht es nur mit dem Kajak, außen entlang kann man auf eigene Faust mit dem Motorboot erkunden.
Wir steuern zu Fuß die empfohlenen Verleiher an und fragen nach Booten und Preisen. Die Boote sind mit 6 PS Außenborder nicht sehr stark motorisiert, heute geht Wind und zuverlässige Auskünfte zum Wetter sind nicht zu bekommen. Die etwas höher motorisierten Boote liegen in anderen Preisregionen. Dafür kann man eine Woche Camping in Oosterhout machen....
Dicke Wolken ziehen auf – wir beschließen, einen Abstecher zum großen Bootsanleger zu machen und nachzusehen, ob und zu welchen Preisen die Ausflugsschiffe starten.

Wir entschließen uns, auch wegen des unklaren Wetters, den großen Dampfer zu buchen und steigen 5 Minuten vor Abfahrt zu. (zu zahlen sind für 2 Erwachsene und 2 Kinder (3-12) insgesamt 32 Euro)
Ca. 10 Minuten nach dem Ablegen zeigt sich, dass es eine sehr gute Entscheidung war, es fängt an, zu schütten. Wir ziehen vom Regendeck in den Innenraum um. Nach einigen Minuten ist der Schauer vorüber, wir gehen ziehen wieder ins Freie. Das Ganze wiederholt sich noch einige Male, bis nach 1 Stunde der Himmel aufreißt und die Sonne scheint. Es ist sofort so war, dass wir die Wetterjacken ausziehen können. Wir befinden und auf der größten motorisiert zu befahrenden Straße im Naturschutzgebiet, die abzweigenden Wege erinnern an den Dschungel. Biber lassen sich leider nicht blicken, wir sehen nur allerlei Seevögel.









Nach 2 Stunden kommen wir wieder am Ausgangspunkt an.

Gut, und nun? Die Sonne ist hier wieder verschwunden und für eine Rückfahrt zum Platz ist es zu früh. Wir werfen einen Blick auf die Karte und fahren weiter nach Kinderdijk. Hier stehen nach unserer Karte 19 Windmühlen, na mal sehen.
Für den Parkplatz an den Mühlen löhnen wir 5 Euro. Dafür erhalten wir neben einem Stellplatz für unser Auto Infomaterial im Sinne einer kombinierten Wander- und Fahrradkarte



und allgemeinen Informationen zu den Windmühlen von Kinderdijk. Seit 1997 gehört der gesamte Komplex zum Weltkulturerbe der Unesco. Wir nehmen die Räder herunter und beschließen, die Mühlen, die auf einer etwas größeren Fläche verteilt sind, zu erradeln. Auf eine Besichtigung der Museumsmühle verzichten wir. Nach der langen Sitzerei auf dem Dampfer wollen wir uns bewegen. Die Sonne scheint herrlich und wir kommen in unseren Wetterjacken schnell ins Schwitzen. Der Radweg ist herrlich, wir genießen wunderschöne Ausblicke und Einblicke in die teils bewohnten Mühlen.







Nach dem Mühlengebiet fahren wir auf dem gut ausgebauten Radweg lustig weiter.

Der nächste Ort (Neulekkerland, welch schöner Name) wird zum kurzen Pausenpunkt am dort ansässigen Coop. Wir genießen in der Sonne die typisch holländischen gefüllten Mini-Windbeutel – ja, wirklich lekker ;-). Über die Ortsverbindungsstraße fahren wir anschließen nach Kinderdijk zu unserem Auto zurück. Insgesamt waren es wohl ca. 15 Kilometer, gefühlt schien es weit weniger zu sein.

Am Abend nimmt Sven den Neidlappen herunter. Malte darf das letzte Mal zu seinem Freund, dem Hasen. Morgen wollen wir ganz in Ruhe alles zusammen räumen und nach Delft weiter fahren.
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Malte-Mama« (27.09.2011, 20:24)


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8

27.09.2011, 21:04

13.8.2011


Wir haben den Wecken auf 8 Uhr gestellt. Nach einem ruhigen Frühstück bauen wir das eine aufgebaute Seitenteil ab und packen den Teppich ein. Im Innenraum ist bald alles zusammen geräumt, die Handgriffe sitzen.
Wir drehen noch eine Runde über den Platz, essen einen Happen zu Mittag und fahren gegen 12.30 Uhr bei Regen vom Campingplatz ab.
Unser Navi führt uns über die Autobahn Richtung Dordrecht und über einen Außengürtel von Rotterdam geradewegs nach Delft. Die Anfahrt zum Campingplatz führt teilweise durch ein engeres Wohngebiet, nebenbei muss Sven ein wachsames Auge auf spielende Kinder haben, die wie schon gewöhnt, ohne zu schauen auf die Straße springen.
Wir verlassen das Wohngebiet und erreichen Delftse Hout, einen grünen Gürtel der Stadt. In wenigen Minuten rückt unser Campingplatz ins Blickfeld. Es regnet immer noch.
Die Anmeldung verläuft unproblematisch und schnell. Wir hinterlegen 20 Euro Pfand für eine Schrankenkarte und erhalten ein umfangreiches Infopaket mit touristischen Informationen zu Delft, einem kleinen Stadtplan von Delft, einer City Map von Rotterdam und einem fast 200 Seiten starken Touristenführer ebenfalls zu Rotterdam.
Zu Fuß gehen wir zu unserem Stellplatz Nr. 17 – erst mal gucken. Die Zufahrt sieht extrem eng aus, gleich hinter der Schranke geht es scharf nach rechts, das wird noch lustig. Unser Stellplatz liegt am Ende eines sehr schmalen Weges linker Hand. Hier sind je zwei Stellplätze gegenüber angelegt. Auf Platz 18 wird gerade gepackt. Platz 17 sieht recht feucht aus, teilweise steht hier das Wasser in den Senken. Der Boden ist erdig/steinig, wenig Gras -hmmmmm. Der Holländer sieht wohl unsere zweifelnden Gesichter und bietet an, dass wir seinen Stellplatz in einer Stunde beziehen könnten. Der Platz ist tatsächlich günstiger geschnitten mit fester Grasnarbe. Vielleicht gar keine schlechte Idee. Wir gehen weiter. Auf der linken Seite kommt nur noch ein Feld, Nr. 16, gut geschnitten mit großem Rasenanteil. Danach beginnen die Chalets. Wir beschließen, nachzufragen, ob wir unseren Platz gegen Nr. 16 tauschen können, ggf. auch gegen Nr. 18.
Der Tausch ist kein Problem.
Wir holen den Wohnwagen. Wie erwartet können wir den Zufahrtsweg nicht direkt anfahren, der Wohnwagen ist zu lang und die Zufahrt zu schmal und zu weit rechts gelegen. Nachdem Sven auch rückwärts mit Gespann wegen der dann folgenden Bepflanzungen im Weg nicht weiter zurück setzen kann, hängen wir den Wohnwagen ab. Den Rest des Weges bringt der Mover den Wohnwagen zum Stellplatz. Für unseren Wagen sind Zufahrt und Weg nicht ausgelegt. Gut, dass wir keinen noch größeren Wohnwagen fahren.
Sven movert den Wohnwagen auf den Platz. Plötzlich geht nichts mehr. Im hinteren Bereich ist der Wohnwagen mit dem Rad in ein vorher nicht sichtbares Loch gerutscht, er steckt fest. Der Mover bringt ihn wegen des lockeren Bodens nicht heraus. Mit der Hand bekommen wir ihn auch mit vereinten Kräften und genutztem Keil auf der anderen Seite nicht heraus. Bei strömendem Regen versuchen wir den Boden zu begradigen und eine Spur für das Rad zu bauen, um es aus dem Loch zu bringen.
Nach vielen Versuchen und der Gewissheit, dass wir keine andere Chance haben (das Auto können wir wegen der angrenzenden Bepflanzung nicht anhängen) bringen Mover und unsere verzweifelten Kräfte den Wohni endlich aus dem Loch heraus.
Sven baut ein Seitenteil auf und hängt zum Regenschutz den Neidlappen ein. Dann legen wir den Teppich aus. Mehr wollen wir eigentlich nicht aufbauen, schließlich fahren wir am Mittwoch schon weiter. Es regnet den ganzen Nachmittag. Unser Nachbar erzählt, dass es die ganze Woche schon geregnet habe....toll.

Wir brutzeln ein leckeres Abendessen und beschäftigen uns mit dem Infomaterial, das wir bekommen haben. Sven nutzt die Chance und wählt sich ins vorhandene kostenlose Internet ein. Die Verbindung ist sehr instabil, aber immerhin...
Wir schlafen bei Regengeräuschen ein, die teilweise so laut sind, dass wir alle recht unruhig schlafen.


14.8.2011

Auch am Morgen tropft es noch bei 15 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 70 %. Laut Wettervorhersage soll es ab Mittag besser werden und auch bleiben. Gegen 11 starten wir mit Wetterjacken im Gepäck zu Fuß in die Delfter Innenstadt. Nach ca. 20 Minuten sind wir auf dem Markt angekommen, wir suchen den Kornmarkt. Von hier starten im Stundentakt Rundfahrten durch die Kanalwege von Delft. Wir haben Glück und können bei der Fahrt um 12 Uhr einsteigen. Für die 50 min. Fahrt zahlen wir insgesamt 19 Euro (Kinder je 3 Euro, Erwachsene je 6 Euro). Da sowohl holländische Touristen als auch Engländer und Deutsche an Bord sind, einigen wir uns auf englisch. Unsere Bootsführer erklärt auf sehr lustige und unterhaltsame Weise die Kanalwege von Delft und die Bauten rechts und links des Kanals. Wir bekommen eine grundsätzliche Orientierung und viel Wissenswertes vermittelt. Die Sonne scheint – herrlich. Nur durch die Seitenscheiben des recht tief liegenden Bootes kann man wegen der Spiegelung keine ordentlichen Aufnahmen machen. Egal, das holen wir dann nachher eben zu Fuß nach.











Mit einem kleinen Hunger, bei den Mini-Campern ist es schon wieder ein ausgewachsenes Hüngerchen (muss an der holländischen Luft liegen) steuern wir den Markt an.







Neben vielen tollen Bauwerken können wir auch ein paar Blicke auf abgestellte Oldtimer werfen, die hier heute zusammen gekommen sind.

Wir entscheiden uns für ein Cafè mit Freisitz, um die Sonne und den Ausblick auf den Markt zu genießen und bestellen von der recht schwer zu entschlüsselnden Karte diverse warme Kleinigkeiten für den Hunger und Getränke.
Leider können wir alles nicht sehr lange genießen. Juniors Korbstuhl wackelt ein wenig und bei dem Versuch, sich am Tisch festzuhalten, kippt der Tisch (ein lustiges dreibeiniges Gestell) mitsamt meinem großen Pott Latte-Kaffee auf den Lütten und mich. Gut, dass der Kaffee nicht mehr so heiß war. Der Tisch schwimmt, den größten Schwapp hat die Hose von Malte abbekommen...er ist durch....
Jo....
Wir wischen alles halbwegs trocken und ziehen an einen anderen Tisch um. Schade eigentlich, wir wollten gern noch durch Delft bummeln. Das geht nun nicht mehr. Wechselsachen habe ich bei einem 4 Jährigen nicht mehr im Gepäck. Sven bietet an, zum Campingplatz zu joggen und neue Sachen für Malte zu holen. Ok, wir vereinbaren den uns beiden bekannten Bootsanleger als Treffpunkt. Ich gehe Malte im Cafè halbwegs von der Kaffeebrühe reinigen und setze mich dann mit beiden Kindern bei dem Bootsanleger in die Sonne. Kalt werden muss der Lütte nicht auch noch. Leider ist kein Klamottengeschäft auszumachen, ansonsten wäre es am einfachsten gewesen, ihn in eine neue Hose zu stecken.

Wir warten und warten...kein Seat mit Fahrrädern in Sicht. Hier herrschen Einbahnstraßen vor, daneben gibt es verschiedene Straßen, bei denen der Durchgangsverkehr mit versenkbaren Pollern komplett ausgeschlossen ist. Ich habe meine Zweifel, dass unser Navi das in den Griff bekommt und stelle mir bildlich meinen nur noch grenzwertig entspannten Göttergatten vor. Irgendwann taucht er auf und hält nur schnell in einer Ladezone, damit wir einsteigen können. Fast haben wir schon aufgegeben, da findet sich doch noch ein Plätzchen am Kanal zum Parken. Aussteigen ist ein sportlicher Akt, englische Wagen haben es einfacher ;-)
Malte bekommt trockene Klamotten an und kann schon wieder lachen. Sven nimmt die Räder herunter. Wir starten per Rad durch Delft – eine gute Idee. So kommt man gut vorwärts, sieht viel und hat zufriedene Mini-Camper.
Das Rad schiebend bummeln wir über den Markt, werfen einen Blick in einen Antiquitätenladen, in dem man unter anderem alte Kacheln in Delfter Blau für ein Vermögen erstehen kann, schießen Fotos und lassen uns dann bei einem Fischhändler frische Kibbelinge schmecken. Ja, nun ist alles wieder gut :-)









Wieder bei unserem Auto angekommen, spricht uns eine ältere Dame an. Hier könne man nicht frei parken, meint sie freundlich. Wir erklären, dass wir einen Parkschein gelöst haben. Wir kommen ins Gespräch. Sie erzählt, dass sie gerade aus Frankreich zurück sei und nun das Haus ihres Bruders hüte. Sie bietet an, einen Blick in einen typisch holländischen Hausflur zu werfen. Die Front des Hauses ist sehr schmal (aus Steuergründen, wie wir vorhin gelernt haben), wir sind gespannt, was uns erwartet. Sie öffnet die Tür und präsentiert einen 32 Meter langen Flur. So seien alle Häuser hier angelegt. Für unsere Ferien empfiehlt sie uns einen Ausflug nach Scheveningen.

Am Wohnwagen angekommen planen wir den nächsten Tag. Bei schönem Wetter wollen wir uns Haarlem anschauen und den Rat der Dame befolgen und dem Meer bei Scheveningen einen Besuch abstatten.

Das Abendbrot fällt wegen der reichlichen Kibbelinge im allgemeinen etwas schmaler aus.

Es ist 19.45 Uhr, die Sonne scheint,die Vögel singen. Das haben wir lange nicht mehr gehabt.....das Thermometer zeigt hoffnungsvoll fast 19 Grad.
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

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9

27.09.2011, 21:06

15.8.2011

Wir werden mit Musik vom letzten Campingplatz geweckt. Nein, es hat niemand eine CD angestellt, Malte singt aus voller Brust die Lieder vom Hasen-Abendprogramm ;-) Ok, es ist gleich halb 9 – stehen wir auf.

Nach dem Frühstück packen wir einen kleinen Verpflegungsrucksack und fahren Richtung Haarlem. Auf der Autobahn, kurz vor dem Ziel passieren wir das Randgebiet des Flughafens Schiphol. Im Minutentakt landen und starten hier Flugzeuge. Wir können zur Freude der Jungs einige Starts vom Auto aus super beobachten.

In Haarlem finden wir schnell die City und wollen schon am Kanal anlegen. Die Parkgebühren sind nicht sehr günstig und wir beschließen, weiter bis zum Markt zu fahren und darauf zu setzen, ein Parkhaus zu finden, in dem wir zu gleichem Geld stehen können.
Wir haben Erfolg und finden nach 5 Minuten ein Parkhaus in bester Lage mit einer Einfahrtshöhe von 2 m. Wir prüfen trotzdem beim Einfahren den Abstand zum Fahrradträger, alles passt. Mutig bleiben bei momentaner Sonne die Wetterjacken im Auto, wir starten bei 21 Grad kurzärmlig (!!) in die Stadt. Im Schatten einer großen Kirche kommen erste Zweifel an der Kleidungsordnung auf, die sich aber dann in Sonnenschein auflösen.



Heute ist Markt. Für uns ist nichts Interessantes dabei, wir wollen ein bisschen bummeln und biegen in die erste Seitenstraße der großen Fußgängerzone ab. Komisch, alle Geschäfte sind geschlossen. Haben wir einen Feiertag übersehen? Endlich finden wir ein Geschäft mit ausgewiesenen Öffnungszeiten. Ok, viele der Geschäfte öffnen montags erst um 13 Uhr. Na gut, dann schauen wir schon mal, was uns interessieren könnte.

Nach und nach kommt Leben in die Fußgängerzone, die Geschäfte öffnen. Wir sind auch aufgrund des Sommerschlussverkauf sehr erfolgreich und können sehr gut einkaufen.
Am Rande des Marktes lassen wir uns frische ganz dünne runde Waffeln mit Honig schmecken – lecker! Die kennen wir nur viel kleiner und in abgepackter Form.

Irgendwann, etwas Fuß lahm und gut bepackt, steuern wir unser Auto an.

Wir fahren weiter nach Scheveningen und kreuzen dabei Den Haag. Die Verkehrsführung ist nicht ganz einfach, aber unser Pilot steuert sicher durch die Stadt. Gleich um die Ecke, in Scheveningen, empfängt uns ein imposantes Bauwerk. Sven und ich vermuten den Gerichtshof in diesem beeindruckenden Gebäude. Etwas später stellt sich heraus, dass es „nur“ das Steigenberger Hotel war. Na gut, wieder etwas dazu gelernt.





Wir suchen in einer Seitenstraße einen Stellplatz und werden fündig. Leider kann man hier nur höchstens 60 Minuten stehen. Immerhin, also los. In 5 Minuten erreichen wir die Nordsee. Der Strand ist irre breit. Die Sonne lacht bei 25 Grad, wir haben wohl Glück. Wir genießen die Stunde am Meer. Malte sammelt in Rekordzeit wunderschön gefärbte Muscheln. Ja, schön isses. Bei Schönwettergarantie würden wir genau hier sogar mal Urlaub machen. Hier liegt man nicht wie eine Sardine in der Büchse, Platz für alle ist genug.







Die Stunde ist viel zu schnell um, aber die Jungs sind von der Stadt auch noch lahm.
In wenigen Minuten sind wir auf unserem Platz in Delft, ist ja quasi um die Ecke. Die Pfanne zaubert aus den frisch eingekauften Sachen ein lecker Abendbrot. Die Jungs spielen noch ein bisschen in der Sonne, wir begutachten unsere Einkäufe.

Mal sehen, was wir morgen mit dem letzten Tag anfangen, ist ja irgendwie immer ein bisschen komisch.
Am Mittwoch müssen wir bis 10.30 Uhr vom Platz sein, dass ist für uns als Urlaubslangschläfer ganz schön früh. Sicher bauen wir morgen Nachmittag schon unsere Außeneinrichtungen ab.



16.8.2011

Um 8 Uhr ist die Nacht zu Ende. Malte ist wach.
Nach dem Frühstück schauen wir zum Himmel – das Wetter kann sich heute nicht so recht entscheiden. Sonne wechselt mit Wolken und recht böigem Wind. Was tun?? Eigentlich wollten wir in Delftse Hout ein bisschen Rad fahren, bei dem Wetter wenig einladend. Gut, wir haben ja Zeit. Die Jungs spielen gemütlich im Freien. Wir können uns nicht aufraffen, alles zusammen zu räumen. Dann ist es 11 Uhr. Malte schaut in den Wohni und fragt nach, ob heute noch etwas stattfindet....

Die Sonne ist verschwunden, die Radtour hat verloren. Wir wollen noch einmal nach Delft, ein bisschen bummeln, für unseren Nachbarn, der die Post in der Urlaubszeit aus dem Briefkasten nimmt und alles im Auge hat, ein paar nette Kleinigkeiten einkaufen.
Wir werden in der Nähe des Marktes in einem Einkaufszentrum fündig. Die Mini-Camper haben heute keine Lust, Malte hat schlecht geschlafen, ist müde.
Wir beschließen, die Stadttour nicht unnötig auszudehnen und einen ruhigen Nachmittag auf dem Platz zu verbringen. Mittagessen und eine große Portion Erdbeeren als Nachtisch gibt es auf dem Campingplatz.

Am späten Nachmittag verschwindet Sven mit Malte bei herrlichem Sonnenschein und 25 Grad zur kleinen Fahrradrunde, ich räume mit Jan das Innenleben im Wohnwagen zusammen.
Gegen Abend nimmt Sven den Neidlappen herunter, baut das Seitenteil des Safari-Rooms ab und hängt die Fahrräder an.
Ok, die restlichen Handgriffe sollten in einer guten halben Stunde erledigt sein.
So können wir morgen doch ein bisschen länger schlafen als gedacht und kommen trotzdem rechtzeitig vom Platz.
Den Platz in Münster können wir erst nach 15 Uhr befahren. An die in Deutschland geltenden Mittagsruhezeiten müssen wir uns nach 2 Wochen in Holland sicher erst wieder gewöhnen...
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Malte-Mama« (09.10.2011, 21:10)


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10

27.09.2011, 21:10

17.8.2011

Der Wecker piept....uhhhhhhh....was für ein Geräusch. Es ist halb 8... noch ein bisschen. Gegen 8 stehen wir auf.
Nach dem Frühstück werden die letzten Sachen eingepackt. Pünktlich um 10.30 Uhr rollen wir vom Platz. Insgesamt scheint heute großer Aufbruch zu sein, überall wird eingeräumt. Die Abfahrt ist wesentlich einfacher, die Schranke können wir besser anfahren, alles bestens.
Unser Navi lotst uns auf die Autobahn und dann einmal gerade nach Osten bis zur deutschen Grenze. Es ist insgesamt wenig Verkehr, wir kommen gut vorwärts. Unser Gespann rollt ganz entspannt bei 90 km/h und einem Verbrauch von unter 10 l.
Nach der Grenze machen wir einen kurzen Zwischenhalt und essen eine warme Kleinigkeit, herrlich! Die Benutzung der bordeigenen Campingtoilette ist super angenehm und hygienisch unbedenklich ;-)
Unser nettes Navi-Mädel bietet zusätzlich eine kostenlose Stadtführung von Münster – nicht zur Freude des Fahrers.
Gegen 15 Uhr, pünktlich zu besten Schrankenöffnungszeit, kommen wir am Campingplatz Münster an. Wir halten vorschriftsmäßig in der Anmeldespur und ich gehe mit den Mini-Campern zur Anmeldung.
Nach Nennung unseres Namens und der reservierten Platznummer wird uns mitgeteilt, dass wir auf einen anderen Platz verschoben worden sind. Ich frage nach der Begründung. Daraufhin wird mitgeteilt, dass ein Gast auf unserem Platz steht, der verlängert hat. Irgendwie habe ich ein leichtes Rauschen im Ohr. Ich frage höflich noch einmal nach und verweise auf die Reservierungsbestätigung vom 31.12.2010, die ich auch dabei habe. Die Dame kann keine weitere Begründung anbieten und verweist auf den angebotenen Platz in gleicher Reihe und markiert 2 weitere mögliche Ausweichplätze an anderen Stellen. Ok, schauen wir uns die Plätze mal an.
Der uns nun zugeteilte Platz befindet sich einige Plätze hinter dem gebuchten Platz. Für uns nicht ideal, der gebuchte Platz hatte den Vorteil, dass Malte allein den Spielplatz erreichen kann und ohne Schwierigkeiten auch allein zurück findet. Dass das gut funktioniert, haben wir bereits bei de Molenhof alle genossen.

Die anderen angebotenen Plätze liegen für unser Gespann unerreichbar in Stellfeldern am hinteren Ende. Keine Chance. Wir sind satt. Malte hat den Spielplatz bereits gesehen,möchte gern bleiben. Allein die Art und Weise des Vorgehens hat uns verstimmt. Hinzu kommt eben der Verlust des eigentlichen Buchungsgrundes.
Wir setzen uns auf den Übernachtungsplatz und blättern im Campingführer. Die Kinder entspannen bei lecker Keksen, Sven und ich suchen Ausweichplätze. Ok, Sassenberg und Bad Rothenfelde sind in der Nähe. Da werden wir wohl unterkommen, ansonsten ist auch noch Zeit für eine Weiterfahrt.
Ich gehe allein zur Rezeption und teile freundlich mit, dass der Ausweichplatz nicht gefällt und die anderen Plätze für uns nicht geeignet ist. Ich sehe in große Augen. Ein Herr mischt sich ins Gespräch, er hat heute früh der Verlängerung des anderen Gastes auf unserem gebuchten Platz zugestimmt und teilt mir mit, dass er davon ausgegangen sei, wir wären flexibel. Sind wir auch. Wir drehen vor der Schranke und fahren weiter.
Malte ist verstimmt, wir sind es auch. Warum buche ich eigentlich 8 Monate im Voraus vor???

Gegen 16 Uhr erreichen wir Bad Rothenfelde. Malte schläft. Ich gehe allein zur Anmeldung. Mal sehen, ob hier ein Plätzchen für uns frei ist.
Freundlich bekomme ich einen Plan in die Hand gedrückt, hier sind alle freien Plätze verzeichnet, ich soll einfach aussuchen. Alle Plätze sind mit Wasser- und Abwasser. OK. Also los. Es ist genug Auswahl vorhanden, ich entscheide mich für Platz 368 gegenüber vom Badesee mit Sandstrand und Spielboot am Rand. Schöner Blick, die Kinder in Sichtkontakt beim Spielen, alles in Reichweite.

Meine Männer sind erleichtert.

Am Abend steht fest, dass wir gut entschieden haben. Der Platz ist wunderschön, sehr sauber und kindgerecht und hat alles, was wir brauchen.
Hier kann man es aushalten. Wir werden, wenn das Wetter hält, eventuell bis Montag bleiben.


18.8.2011


Die Mini-Camper reißen sich ums Brötchen holen und rennen dann zusammen los. Malte kommt freudestrahlend mit den vorbestellten Brötchen zurück: „Stell dir vor, die können sogar Deutsch!“ Waren wir so lange in Holland :-)
Die Sonne lacht schon beim Frühstück – herrlich. Wir beschließen, nur eine Rund durch den Ort zu drehen und den Rest des Tages auf dem Platz zu verbringen. Zur Freude von Malte kann ich zwei neue Sandschaufeln kaufen (wir haben ja so wenige zu Hause, aber eben keine dabei).
Den gesamten Vormittag buddeln die Jungs im Sand und bauen Burgen. Der See ist uns zu kalt, Wagemutige springen ins tiefe Wasser, Jan traut sich bis zum Hintern hinein, dann ist Schluss. Egal – es ist trotzdem wunderschön.
Zum Nachmittag hin wird es sehr drückend, das Thermometer geht auf die 30 Grad zu. Endlich wieder barfuß und in T-Shirt. Das haben wir lange vermisst.
Abends ziehen gegen 20 Uhr dunkle Wolken auf. Nein, Abenddämmerung ist das nicht. Ein Blick auf Handy und die im Internet hinterlegten Wetteraussichten verheißt nichts Gutes. Für unsere Region sind diverse Unwetterwarnungen aktiv. Na mal sehen, wie die Front zieht. Wir liegen offenbar zwischen verschiedenen Gewitterfronten, die rasch näher kommen. Sven sichert unsere Markise zusätzlich noch mit Sturmband. Gegen 21 Uhr ziehen wir mit Sack und Pack in den Wohnwagen um. Jan wird definitiv im Wohnwagen und nicht im Zelt draußen schlafen. Malte schläft schon und die Abendgestaltung fällt entsprechend leise aus.
Ringsum zucken Blitze, teils waagerecht, sehr zahlreich und sehr hell. Dann zieht Starkregen auf. Irgendwann gegen 23 Uhr nehmen wir auch die restlichen noch unter dem Wohnwagen stehenden Schuhe herein. Das Wasser läuft die asphaltierten Wege entlang, na mal sehen, was uns da morgen früh erwartet. Wind und Sturmböen bleiben zum Glück aus.
Gegen Mitternacht beruhigt sich das Wetter, das Gewitter wird schwächer, der Regen singt uns ein Schlaflied. Wir haben wohl noch mal Glück gehabt. Hagel und ähnliche negative Begleiter sind uns erspart geblieben.
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Malte-Mama« (09.10.2011, 21:12)


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11

27.09.2011, 21:13

19.8.2011


Es ist fast 9 als wir aufwachen. Der Blick aus dem Wohni fällt nicht so erschreckend aus, wie erwartet. Ja, da war doch noch was, It Wiid, genau..... nur ein böser Traum.
Alles ist heil, nur der Teppich ist wegen des Regens etwas verschmutzt, piepegal. Selbst den Rasen kann man auf dem Weg zum Sani ohne platschende Geräusche überqueren. Wahnsinn, was der Boden da an Regen aufgenommen hat.

Nach dem Spätaufsteher-Frühstück starten wir Richtung Münster. Wenigstens einen Stadtausflug dorthin wollen wir mal machen. Soll ja schön sein....
Der Himmel ist grau, Wolken überall. Die Temperatur ist auf 17 Grad gefallen. Genau das richtige Wetter für einen Stadtausflug. Auf dem Weg nach Münster halten wir beim Outlet (Gerry Weber/S. Oliver). Nur mal gucken ;-) Wir werden fündig und können ein paar schöne Dinge erstehen.
In Münster parken wir unschlagbar zentral im Parkhaus am Theater und sind in ein paar Minuten in der Innenstadt. Die Stadt ist sehenswert, lockt zum Bummeln und Schauen. Die Zeit vergeht in der Sonne, die nun doch wieder zu sehen ist wie im Flug. Irgendwann sind wir Fuß lahm und steuern, müde Mini-Camper im Schlepptau, das Parkhaus an.
Auf der Rückfahrt hat sich Malte so weit erholt, dass er nun doch noch zur Mini-Disco möchte. Na mal sehen. Auch gegen 19 Uhr sieht er noch recht fit aus – ok, gemeinsam stapfen wir zur großen Mini-Disco. Ein Entertainer und fast 30 Kinder geben ihr Bestes. Malte ist ein echter Tanzbär. Um 20 Uhr tragen wir Malte zum Wohnwagen zurück und rollen einen müden Tänzer in den Schlafsack.
Es ist kühl geworden.

Morgen soll das Wetter wieder ein bisschen besser werden. Lassen wir uns überraschen. Entgegen der ursprünglichen Planung werden wir wohl doch schon am Sonntag abreisen. Am kommenden Donnerstag beginnt bei uns die Schule wieder und wir müssen auch den neuen Schulweg noch ein bisschen üben und letzte Vorbereitungen treffen.


20.8.2011

Wieder ein Spätaufsteher-Frühstück Tag. Urlaub schmeckt gut :-)
Die Sonne scheint, sieht aus, als würde es ein schöner Tag werden. Am Vormittag dümpeln wir einmal nach Bad Rothenfelde ins Zentrum und kaufen ein paar Kleinigkeiten für zu Hause ein. Unser Kühlschrank zu Hause wird uns morgen bei der Rückkehr einen leeren fragenden Blick zuwerfen, dem müssen wir vorbeugen.
Auf dem Weg zum Edeka kommen uns ein paar Erstklässler mit Schultüte entgegen. Hier ist also heute Einschulung. Meine Güte, dass ist bei Jan schon wieder so lange her, für ihn beginnt nun schon ein neuer Schulabschnitt. Na ja, in zwei Jahren haben wir mit Malte noch einmal das Vergnügen.

Den ganzen Tag verbringen wir an der frischen Luft und tanken ordentlich Sonne und Sauerstoff. Ja, so isses auch mal schön.
Am Nachmittag bezahlen wir unsere Rechnung und bestellen das letzte Mal Brötchen. Bis 13 Uhr müssen wir vom Platz fahren, dann schließt die Schranke. Das sollte zu schaffen sein. Mal sehen, wie die Autobahnen morgen aussehen, in einigen Bundesländern ist Ferienende. Glücklicherweise haben wir ja Zeit.
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

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Zugfahrzeug: Volvo V40

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12

09.10.2011, 21:17

21.08.2011

Leider ist auch dieser Urlaub viel zu schnell vorbei.

Wir packen die Sachen ein, rollen pünktlich vom Platz und fahren entspannt nach Hause. Dort angekommen erfahren wir, dass das Wetter zu Hause deutlich schlechter war als auf unserer Tour - wir sind wohl genau zur richtigen Zeit verschwunden.

Und nächstes Jahr? Mal schauen ;-)
Malte-Mama
unterwegs mit Jan-Papa und den Mini-Campern

anrape

Camper

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13

10.10.2011, 07:27

Moin Brit :wink:

danke für diesen ausgewachsenen sehr schönen Bericht :daumen:

Macht echt Lust auf Holland. Keine Frage "ob", nur "wann"? Mal sehen.

Der Kaffee schmeckt. Wir haben unserer Bequemlichkeit nachgegeben und die Dolce Gusto mit Kapseln von zu Hause mitgeschleppt.


Ich weiß schon wo der beste Stellplatz für mich ist, wenn ihr in Sichtweite seid :mrgreen:

Manchmal frage ich mich, ob es sich mit einem lockereren Tagesablauf nicht einfacher lebt....


Im Urlaub auf jeden Fall. Im Alltag leider selten machbar.


Grüße von der Ostsee,

Peter
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14

10.10.2011, 14:55

Toller Bericht! :daumen:

Und wann machst du jetzt Urlaub? ;-) (Scherz)

Schöne Bilder mit ausführlichem Bericht, danken dir dafür.
Hebe dir diesen Bericht gut auf, in 30 Jahren, wirst du dich darüber freuen.
Habe so manchen Urlaub vor über 30 Jahren in dieser Art nachträglich
dokumentiert.
Hat einen schönen Effekt,
dass man alles im Gedanken noch einmal durchlebt.

Und eben für zu Zukunft eine schöne Erinnerung hat. Ist mehr wie „nur Bilder“.

Bin gerade daran, meine Berichte digital aufzubereiten,
und ein Fotobuch mit entsprechenden Texten zu gestalten.

Gruß, Reinhold.

Ritscha

Camper

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15

10.10.2011, 18:50

:wink: einfach super,,,,,,,,,,

da bekommt man doch glatt Lust auf Urlaub (war das Radeln in Dokkum so schön)

Tolle Bilder und wie bei uns viel Regen aber in vielen Sachen hebt sich das schlechte gegen das gute auf und alles ist vergessen, was bleibt ist die Erinnerung an die schönen Tage. Toll, Toll ,Danke schön :daumen: :daumen:
:wink: Grüße aus der Rhön :caravan: mit AL-Ko-Mover :mrgreen:

wir fahren um die Welt ,verleben unser Geld.

was sollen wir im Altersheim da gibts nur Magerquark und Haferschleim :wink:

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16

10.10.2011, 20:12

Toller und aufwendiger Reisebericht :daumen:

Das miese Wetter hast Du so bildlich beschrieben, dass ich jetzt noch schlechte Laune habe :happy2: Ne, im Ernst, schön zu sehen, dass Ihr auch dem schlechten Wetter immer etwas Gutes abgewinnen könnt. Und Deine beiden Jungs scheinen ja wirklich pflegeleicht zu sein ;-)

Bad Rothenfelde hab ich dann schon mal mit auf die Positiv-Liste gesetzt, bietet sich an für ein verlängertes Wochenende...

Liebe Grüße
Bianca
"Wenn einer sagt, dass das Leben ein Dreck sei, da mag er schon recht haben.
Das ist dann aber auch alles, was er hat."

Thomas Niederreuther


biwo

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17

10.10.2011, 21:26

Und Deine beiden Jungs scheinen ja wirklich pflegeleicht zu sein ;-)

So schnell ändern sich die Zeiten, meine kleiner Freund war schon deutlich ungnädiger. Brit grüß mir den Tanzbären, den "großen" Minicamper hatten wir ja gerade live auf dem Treffen. Ein sehr schöner und aufwendiger Reisebericht (ich weiß wieviel Arbeit da drin steckt).

Ich finde es Klasse wie ihr den Bogen zwischen Kultur, Neugier und Kinderurlaub unter einen Hut bekommt. Das Wetter wird da eigentlich zweitrangig solang man raus kommt. :daumen:

Vielen Dank. :D
liebe Grüße von der Elbe
Wolfgang
Wir beziehen weder Kohle- noch Atomstrom.

Camperpointtreffen Pfingsten 2013 / Dransfeld bei Göttingen

18

10.11.2011, 18:22

Ein wirklich vielseitiger Bericht und für den schlechten Sommer habt ihr doch erstaunlich viele Sonnenbilder.

Schön dass die Jungs auch so reisefreudig sind und so einfühlsam.

Viele liebe Grüße Andrea

Jan-Papa

Administrator

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19

10.11.2011, 19:33

Danke :-)

Die Möglichkeit, unterwegs mitzuschreiben, war die Grundlage für diesen Bericht. Etliches wäre wohl ansonsten in der Vielzahl der Eindrücke untergegangen.
Das Zusortieren der Bilder zu den Beiträge ist noch ein anderer Schnack, aber da hat das Entwurfsboard weitergeholfen.


Es war in der Tat ein schöner Urlaub, und die Rundfahrt war ne gute Geschichte, auch weil die Kinder entsprechend mitgemacht haben.
Tschau... Sven
unterwegs mit Malte-Mama und den Mini-Campern

:cp: Camperpoint - das Forum rund um alles zum Thema Camping

20

22.11.2011, 19:59

Hallo Sven und Familie !!

Das ist ja mal ein ausführlicher :!: und toller Bericht. Klasse Fotos. Die Wetterkapriolen sind ja schon nicht schlecht, aber ergibt dann auch mal gute Fotos (Sven in der Pfütze :mrgreen: ). Danke für den Bericht, da bekommt man je richtig Lust auf das Land.

Eine Sache noch:

Sehe ich da richtig, Sven ohne Fahrradhelm :down: - wo arbeitest Du ??

Gruß nach MD !!
Gruß

Andreas :wink:

Solange unser Arbeitgeber so tut, als würden wir viel verdienen, tun wir so, als würden wir viel arbeiten. ;-)