Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Camperpoint. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

PLZ: 64287

Zugfahrzeug: Mercedes T 220 CDI (W211)

Wohnwagen: Tabbert Puccini 540 E 250 & Adria Altea 360

  • Nachricht senden

1

26.02.2010, 21:20

Vorzeltboden für Dauercamping

Hallo "Stationärcamper"!
:wink:

Ich las in diversen Foren recht amüsante Geschichten über Ausbauten, Böden u.s.w., speziell für Dauercampingzelte. Was so mancher da an Geld vergräbt, ist beachtlich.
Mal abgesehen von den richtig guten, aber sehr treueren Dauerzelt-Varianten von Steckdaub, Nellen und wie die alle heißen, wo bereits die Böden u. ä. mitgeliefert werden, haben sehr viele von uns ganz normale Vorzimmer am Caravan hängen. Gut, wenn diese wenigstens aus stabilen Planen bestehen, Fensterklappen sowie doppelte Erdstreifen haben und im Winter durch ausreichendes Zusatzgestänge verstärkt werden.
Leute, die so überhaupt keine Erfahrung mitbringen, machen natürlich üble Fehler, die wiederum „alte Hasen“ mitunter belustigen. Vorzeltteppiche auf die nackte Wiese? Für 3 Wochen Urlaubscamping mag so was ausreichen(?).
Nee, da sollte schon ein trockener Boden rein, möglichst bevor Trittmulden und Biotope entstehen. Überhaupt, wer keine Schnecken, Spinnen, Käfer, Mäuse und ähnliche Gäste im Zelt dulden möchte, der muss halt auch alle Ritzen gut abdichten.
Wenn man nun kein Vermögen unter sein Dauer-Vorzelt verbauen will oder kann, wäre vielleicht meine recht einfache Konstruktion eine Option. Das Material dafür gibt´s in jedem Baumarkt.
Wichtige Basis: Beton-Gehwegplatten 30 x 30 cm, als stabile Auflage für tragende Holzbalken. Diese Platten werden auf großzügige Mengen Sand gebettet und penibel zueinander ausgerichtet. Darauf achten, dass zwischen dem Untergrund und den Oberkanten der Platten wenigstens ca. 4 cm Luft zum zirkulieren bleibt, damit Bodennässe stets abtrocknen kann. Mit mehr oder weniger Sand, bzw. bei Gefälle mit mehreren Platten übereinander, lässt sich jede Unebenheit ausgleichen. Ich empfehle als Abstand zwischen den einzelnen Platten 50 cm. Bei festen, steinigen Untergründen durchaus auch mit mehr. Wichtig: Auf die Betonplatten Dachpappe als Feuchtigkeitssperre legen, sonst fault schnell euer Holz. Im 90°-Winkel zum Wohnwagen roh gesägte Vierkanthölzer 80x80 mm, oder 100x80 mm über die Platten legen. Abstand, entsprechend der Betonplatten, also evtl. 50 cm. Länge der Balken = Vorzelttiefe am Boden.

Ich baue die Böden immer bei provisorisch aufgebautem Vorzelt ein, um z. B. exakt die äußeren, seitlichen Balken an den Erdstreifen anzupassen, bzw. die vorderen Holzenden genau passend abzusägen. Achtung! Der tatsächliche Boden wird meist etwas größer sein, als vom Zelthersteller angegeben!
Als Bodenplatte verwende ich mehrere Schaltafeln! Die Dinger gibt es in 2 Größen, 200 x 50 und 150 x 50 cm! Oft sind die sogar leicht imprägniert. Die Schalplatten lassen sich spielend verlegen, bzw. mit den Kanthölzern verschrauben. Man muss aber beachten, dass an den Stößen der Holzbalken mittig darunter liegt und mit beiden Plattenenden fixiert werden kann. Tipp: Große Torxschrauben, starken AKKU-Schrauber und exakt passende Bits verwenden! Bei normal tiefen Zelten (240 cm) passen übrigens meist genau 5 Schaltafeln hintereinander, zwischen WoWa-Rad und Außenrand vom Zelt.
Die Fugen zwischen den Holztafeln kann man großzügig mit flexibler Dichtungsmasse ausspritzen (u. a. um diverse Krabbelviecher auszusperren)! Über die vorderen Enden der Vierkanthölzer, dort wo später der längs laufende Erdstreifen befestigt werden muss, einfach 10 cm breite Schalbretter nageln oder besser noch schrauben.

Bei Standplätzen mit Gefälle gibt es sehr oft das leidige Problem, dass ein Zelt irgendwie höher muss, also weiter weg vom Boden. Richtung Himmel halt! Sonst hängt vielleicht der seitliche Erdstreifen viel zu tief, oft weit unterhalb eurer Bodenplatte(?). Ganz schlecht! So besser nicht! Blöde Geschichte, aber lösbar. Es gibt jedoch nur eine vernünftige Möglichkeit: Wohnwagen hoch, noch mehr hoch, höher! Oh ja!
Ich habe mehrere große (50x50 cm) Betonplatten unter die Räder geschafft und jede Menge Zusatzstützen unter die Achse und Längsträger gebaut. Vorteile: Exzellente Aussicht und viel Platz unter dem Wagen!

Auf die Bodenplatten legt man evtl. einen preiswerten, aber fast unverwüstlichen grauen, blauen oder grünen Kunstrasen mit Noppengrund. Fertig. Natürlich lässt sich alles noch besser abdichten und konservieren. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte.


:keule:
Info für Kritiker: Wir haben am Hang auf Lehm gebaut. Die Standplätze sind mehrere Monate im Jahr ziemlich nass. Auf 6 m Gelände kommen 25 cm Gefälle. Die o. g. Konstruktion hält bei unserem "alten Wohnwagen" nunmehr seit 12 Jahren klaglos stand, obwohl kein Stück Holz gestrichen wurde. Bei einem "neuen Projekt" habe ich großzügig Schotter aufgefüllt, oben drauf mit Sand verdichtet und zwischen Betonplatten und Kanthölzer eine einteilige Sperrplane verlegt, die an den Enden hochgezogen und mit samt dem Zelt abgedichtet.
:happy2:
Vielleicht kann es jetzt sogar schwimmen?

Beste Grüße vom Odenwaldcamper

2

27.02.2010, 18:58

Re: Vorzeltboden für Dauercamping

Tach auch,
gute Bauanleitung und genügt als Boden in einem eingezogenen ( nicht mit Holz ausgebautem) Vorzelt.

Hat ausserdem noch den Vorteil, dass der Boden wahrscheinlich relativ schnell wieder zurückgebaut,
also abgebaut (und woanders evtl. wieder aufgebaut) werden kann (Platzaufgabe oder Umzug).

Bei einem ausgesprochenen DauerStandzelt (von Nellen, Steckdaub, Deisenhofer usw.) das dann mit
Holz und Isolierung ausgebaut wird, ist der Bodenaufbau schon aufwändiger und teuerer.
Der Boden würde dann unsgefähr so aufgebaut:
Platten, 150x100er Kanthölzer, 35er Bohlen, Dampfsperre, 40 mm Styrodur, 22 mm wasserfeste Spanplatte
schwimmend verlegt und darauf PVC - Boden.

Gruss Richard
Unterwegs als Camper

PLZ: 64287

Zugfahrzeug: Mercedes T 220 CDI (W211)

Wohnwagen: Tabbert Puccini 540 E 250 & Adria Altea 360

  • Nachricht senden

3

06.03.2010, 15:25

Re: Vorzeltboden für Dauercamping

Zitat


Tach auch,
gute Bauanleitung und genügt als Boden in einem eingezogenen ( nicht mit Holz ausgebautem) Vorzelt.

Hat ausserdem noch den Vorteil, dass der Boden wahrscheinlich relativ schnell wieder zurückgebaut,
also abgebaut (und woanders evtl. wieder aufgebaut) werden kann (Platzaufgabe oder Umzug).

:daumen: Genau !

Zitat


Bei einem ausgesprochenen DauerStandzelt (von Nellen, Steckdaub, Deisenhofer usw.) das dann mit
Holz und Isolierung ausgebaut wird, ist der Bodenaufbau schon aufwändiger und teuerer.
Der Boden würde dann unsgefähr so aufgebaut:
Platten, 150x100er Kanthölzer, 35er Bohlen, Dampfsperre, 40 mm Styrodur, 22 mm wasserfeste Spanplatte
schwimmend verlegt und darauf PVC - Boden.


Stimmt, so ähnlich haben wir es auch in der Nachbarschaft (Steckdaub-Villa) gebaut,
allerdings mit sündhaft teueren Siebdruckplatten, schwimmend in fixierten Aluprofilen.
:wink:

Edit: Bißchen Ordnung in die Zitate gebracht ;-) , Bernd
Beste Grüße vom Odenwaldcamper

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Langschläfer« (06.03.2010, 16:53)


4

10.10.2010, 17:45

Ja gut,



Ich habe ein altes Wohnwagengestell benutzt.

Kompl.abgefragt und neu beplankt. Acht Stützen drunter-natürlich genauestens
ausgerichtet-und Räder ab.

Erster Boden (von unten) mit Brettern anschrauben. Dann Dämmung drauf. Nun oben
den Boden (aus Schaaltafel) anschrauben.

Zum Schluss 60iger Kanthölzer als Rahmen aufschrauben(habe Holz, kein
Metallgestell).

Fertig. :daumen:
Gruß Olaf

KFZ-Kennzeichen: HS-

PLZ: 52525

Zugfahrzeug: Dodge Durango Citadel 5,7l V8 HEMI

Wohnwagen: Hobby 545 KMF LaVita Veneto

  • Nachricht senden

5

10.10.2010, 18:39

Wir hatten den Boden auf dem Sommerplatz (Ostern - Oktober) ähnlich gebaut, auch mit Balken und Schaltafeln, hatten aber unter die Balken schraubbare Alu-Gestelle zur Höhenverstellung gebaut. Die Auflagen auf dem Boden waren 20x20 cm und je nachdem an welchem Balken und wo waren sie zwischen 5 und 40 cm höhenverstellbar. War exacter einzustellen und wesentlich leichter als Betonplatten.


Cognitanus

Minimaus

unregistriert

6

28.01.2011, 22:11

noch ein Frage zum Befestigen des Zeltes

Hallo zusammen,
danke für die ausführliche Anleitung zum Bauen eines Vorzeltbodens. Genau das habe ich gesucht!
Kannst Du mir noch erklären wie ich dann das Vorzelt am Boden befestigen kann? Also wie und wo wird es am besten abgespannt - wir haben Kies als Untergrund ich befürchte, dass die Häringe nicht gut halten - vielleicht kann man das auch gleich mit am Boden befestigen. Wird der Faulstreifen auch am Boden festgetackert?? Die Füsse des Gestänges (vorne 5 Stück) werden dann auf den Boden geschraubt?
Wir haben den WW mit Vorzelt im Garten stehen, also keine Vorschriften vom Campingplatz einzuhalten. Zur Not können wir auch zementieren.
Danke für alle Tipps!!

KFZ-Kennzeichen: HS-

PLZ: 52525

Zugfahrzeug: Dodge Durango Citadel 5,7l V8 HEMI

Wohnwagen: Hobby 545 KMF LaVita Veneto

  • Nachricht senden

7

28.01.2011, 23:41

Hallo

dir Füße des Gestänges waren in der Tat auf´den Boden geschraubt und der Faulstreifen war mit Spaxschrauben und großen Unterlegscheiben von Oben auf den Holzboden geschraubt. Leinen hatten wir keine, der Wind war nie so stark, dass er das komplette Zelt mit Inneneinrichtung und Boden anheben konnte. War allerdings in Düsseldorf zwischen Bäumen und Büschen. Heute in Zeeland, bei den heutigen Winden, würde ich das so nicht mehr machen, da würde ich auf jeden Fall große Häringe für den Faulstreifen nehmen und zusätzlich Leinen und eine Sturmleine zum sichern verwenden. So wie auf dem Bild:




Cognitanus

Minimaus

unregistriert

8

29.01.2011, 20:17

Danke für die Info, das hilft mir ungeheuer weiter. Als Anfänger macht man ja die tollsten Fehler ;-)) Noch ein paar klitzekleine Fragen: War dann der Zeltboden grösser als das Zelt, wenn der Faulstreifen auf dem Boden geschraubt war? Ich dachte der kommt dann an der Seite dran, damit Regen nicht reinlaufen kann.
Noch eine Frage zur Abspannung direkt am Zelt - die erfolgt dann aber neben dem Zeltboden, oder auch darauf?? Auf dem Bild von Dir sehe ich neben dem Boden die kleinen Gummis oder Bänder runtergehen.
Wir wollen zuerst auf das schon vorhandene Kiesbett eine Folie legen, darauf Hohlblocksteine und darauf die Kanthölzer, dann auf die Kanthölzer Hartholzblanken verschrauben und darauf eine Dampfsperre, Isoliermatte und dann vielleicht Laminat oder PVC.
Wäre das so korrekt ausgeführt oder gibts noch Anregungen dazu ;-)
1000 Dank!!!
Minimaus

KFZ-Kennzeichen: HS-

PLZ: 52525

Zugfahrzeug: Dodge Durango Citadel 5,7l V8 HEMI

Wohnwagen: Hobby 545 KMF LaVita Veneto

  • Nachricht senden

9

30.01.2011, 10:43

Nein, bei uns war der Boden im Zelt verlegt und der Faulstreifen von auusen an den Boden geschraubt, früher zumindest, heute - auf dem Bild oben ist noch kein Boden im Zelt - benutze ich Paletten vom CP, da ich sonst noch einmal mit Hänger fahren müsste, die sind etwas größer als das Zelt, so dass ich links und rechts das Zelt auf den Boden schraube und die lange Vorderfront weiterhin mit Häringen im Boden befestige. Ist wahrscheinlich auch nicht DIE beste Lösung, so es sie überhaupt gibt. Ich möchte nciht einen kompletten Zeltboden im Wohni transportieren und auch nicht ein zweites mal mit Hänger fahren, auch wenn's nur 260 km sind. Früher der Dauer-CP in Düsseldorf war ca. 20 km von zu Hause wech, da haben wir mit zwei Autos den Wohni und 'nen Hänger mit Material gebracht. Meie Frau fährt aber nicht mit Hänger, so dass diese Methode ausscheidet.


Cognitanus